Die Stimmen der Presse
in der 78. Spielzeit 2026
„Die kleine Hexe“ / Regie: Konstantin Krisch
„Die hinreißende Neuinszenierung des Otfried-Preußler-Klassikers bezauberte Klein und Groß im Kreuzgang bei herrlichem Frühlingswetter. […] [Es] entsteht ein hinreißender, kurzweiliger Plot mit aberwitzigen Verwicklungen und grotesken Situationen, die immer wieder für Begeisterung und Lachsalven bei Jung und Alt sorgen. […] Die temporeiche Inszenierung ist perfekt auf Kinder zugeschnitten, vermag aber auch Erwachsene mitzunehmen. […] Und dann sind die 70 Minuten schon wie im Flug vergangen und lassen ein glücklich verhextes Publikum zurück.“
Martina Kramer, Fränkische Landeszeitung, 12. Mai 2026
„Und das macht sie [Juliane Krug] einfach brillant: Die kleine Hexe schließt man sofort ins Herz. […] Und es wird vor allem ein Riesenspaß: Schrille Hexen, herrlich bunte Kostüme und tolle Musik – Magie pur im Feuchtwanger Kreuzgang! Zauberhaft und unbedingt sehenswert: ‚Die kleine Hexe‘.“
Klaus Seeger, Radio 8, 13. Mai 2026
„Ein verzauberndes Stück, wunderbar auf die Bühne von Regisseur Konstantin Krisch gebracht, glänzende Schauspielerinnen als ‚Hexen‘ und mit Elan, Musik und Effekten ein Genuss.“
Peter Tippl, Woche im Blick, 15. Mai 2026
„Der große Gatsby“ / Regie: Johannes Kaetzler
„Für alle, für das Ensemble und für das Publikum: Es wurde ein besonderer Abend, an den man sich in der Geschichte der Kreuzgangspiele sicher noch lange erinnern wird. Stehende Ovationen und Bravo-Rufe für eine große Produktion. […] Dieser Gatsby ist eine geheimnisvolle Figur: stinkreich, seine Partys sind legendär und doch ist er einsam. Auf der Suche nach Liebe entpuppt sich Stück für Stück die ganze Dramatik dieser Figur. Grandios gespielt von Lennart Matthiesen. […] Starke Musik, wunderbare Tänze, aufwendige Kostüme, herrlicher Glitter – alles mit Wow-Effekt. […] Die Kreuzgangspiele zünden mit „Der große Gatsby“ ein echtes Feuerwerk. Die Einladung zu Gatsbys nächster großer Party steht: Unbedingt hingehen!“
Klaus Seeger, Radio 8, 5. Juni 2026
„Für den Auftakt der Sommerspielzeit hätten Kreuzgangspiele-Intendant Johannes Kaetzler und Chefdramaturgin Maria Wüstenhagen kein besseres Stück aussuchen können. Francis Scott Key Fitzgeralds „Der große Gatsby" ist der Spiegel eines Lebensgefühls, bei dem Alltagssorgen ausgeblendet werden und bequeme Oberflächlichkeit tiefe Emotionen ersetzt. Kaetzlers Regie setzt einerseits auf Nostalgie-Elemente inklusive diverser musikalischer Einlagen, für die Michael Reffi eine Vielzahl idiomatisch klingender Stücke im Stil der Zwanziger neu geschrieben hat - „Babylon Berlin" lässt grüßen. Andererseits ist es Kaetzler um die Überzeitlichkeit des Sujets zu tun, er bringt keine Schablonen auf die Bühne, sondern lebensnahe Charaktere, die auch 100 Jahre später, im Hier und Heute, denkbar wären.
Lennart Matthiesen gelingt es, Jay Gatsby auf der […] Feuchtwanger Freilicht-Bühne ein Gesicht zu geben. Diesen Mann haben die Dämonen seiner Vergangenheit und Gegenwart fest im Griff, die souveräne Selbstsicherheit ist brillant gespielt. […]
Als positivste Figur kommt Jordan Baker über die Rampe - nach heutigen Maßstäben eine Sport-Influencerin, die bei Kirsten Schneider Herzenswärme und Lebensklugheit verströmt und nicht nur den zunehmend verunsichert wirkenden Nick an der Hand nimmt. Ein Lichtblick in einem schrillbunten und zugleich grunddüsteren Panorama der Eitelkeiten. Anschauen!“
Hans von Draminski, Nürnberger Nachrichten, 6. Juni 2026
„Johannes Kaetzler, ein Souverän der Romanadaption, hantiert frei mit dem Stoff. Er modelt ihn zu einem effektiven Freilichtstück für ein siebzehnköpfiges Ensemble um. Das sieht aus wie ein Prequel zu „Cabaret“, wartet mit Songs voller Retrocharme auf und mischt Komödienwitz mit Kammerspielpsychologie. […] [Michael Reffis] Songs […] sind der große Atmosphärenzauberer. Am besten singt Kirsten Schneider. Bei Marié Detlefsen sind Songs auch gut aufgehoben. Der andere Gute-Laune-Macher sind die hinreißenden Stil-Kostüme von Bernhard Westermann. Geblümter und glitzernder Chic. Pailletten und Straußenfedern ohne Zahl. Ein Fest der Schneiderkunst.“
Thomas Wirth, Fränkische Landeszeitung, 6. Juni 2026
„‚Der große Gatsby‘ ist nicht nur große Literatur, sondern in Feuchtwangen auch großes Theater. Johannes Kaetzler bringt F. Scott Fitzgeralds berühmten Romanstoff über die Verführungen und Abgründe einer Epoche nicht als schlichtes Literaturtheater auf die Bühne, sondern als opulentes Musiktheater. Er hat den Romanstoff gestrafft und in ein Musical verwandelt, das die Atmosphäre der Roaring Twenties mit viel Musik, großen Gefühlen und schillerndem Zeitkolorit auferstehen lässt. Die Inszenierung feiert die 1920er-Jahre, sie feiert das Leben in all seinen Facetten mit vielschichtigen Figuren, mit Musik, Tanz und jeder Menge Glamour.“
Christine Hofmann, Hohenloher Tagblatt, 6. Juni 2026
„Regisseur Johannes Kaetzler verwandelt den Jahrhundertroman in ein musikalisches Freilichtspektakel voller Glanz, Melancholie und Gesellschaftskritik. Im Feuchtwanger Kreuzgang sind die ‚Roaring Twenties‘ los. Zwischen den romanischen Arkaden des ehemaligen Chorherrenstifts entfaltet sich mit ‚Der große Gatsby‘ ein schillerndes Panorama aus Reichtum, Sehnsucht, Dekadenz und Verzweiflung. Hundert Jahre nach Erscheinen des Romans wirkt Fitzgeralds Geschichte erstaunlich gegenwärtig. […] ‚Der große Gatsby‘ ist weit mehr als eine nostalgische Zeitreise. Die eigentliche Stärke der Inszenierung liegt in ihrer existenziellen Tiefe.“
Timo Lechner, Evangelisches Sonntagsblatt, 8. Juni 2026
„Der Diener zweier Herren“ / Regie: Achim Conrad
„Das waren so 90 straffe Minuten, ein turbulenter Spaß, maßgeschneidert für den Kreuzgang, meisterlich inszeniert von Achim Conrad. […] Achim Conrad hat den italienischen Bühnenklassiker von Carlo Goldoni für die Kreuzgangspiele neu übersetzt. Er schärfte die Charaktere der Nebenfiguren. Das Stück um Diener Truffaldino profitiert enorm davon. Ja, es bleibt Komödie, doch dank der neuen Übersetzung mit jetzt enormer Tiefe. Und das Schöne ist: Es geht so wunderbar um die Liebe. […] Michael Grötzsch ist ein großartiger Truffaldino. Eine perfekte Wahl für den ‚Diener zweier Herren‘. […] Michael Grötzsch wirbelt über die Bühne, verstrickt sich immer mehr im Chaos, stillt gierig und urkomisch seinen Hunger mit deftiger Kost und … erobert so die Herzen der Zuschauer. […] und ein tolles Ensemble: Jede Figur, jede Rolle ist bestens besetzt. Und auch die Live-Musik der Schauspielenden auf der Bühne kommt großartig an. Italo-Feeling pur! […] Eine absolute Empfehlung für den Theatersommer: „Der Diener zweier Herren“ bei den Kreuzgangspielen. Feuchtwangen ist in diesem Sommer die nördlichste Stadt Italiens.“
Klaus Seeger, Radio 8, 12. Juni 2026
„Truffaldino hat mächtig was zu tun. Er buckelt, serviert und mampft, er lügt und liebt, dass es beim Zuschauen ein Vergnügen ist. Seit 280 Jahren ist das so. Carlo Goldonis ‚Diener zweier Herren‘ läuft und läuft. Die Komödie funktioniert auch bei den Kreuzgangspielen. Am Ende reißt sie das Premierenpublikum aus dem Klappgestühl. […] Überhaupt die Musik, die italienischen Lieder, unverstärkt gesungen und begleitet, was natürlich wirkt. Das hat Flair und gibt dem Ganzen Ernst und Tiefe. Wenn es irgendwann statt 13 Grad abends 23 Grad hat, bleiben kaum mehr Wünsche offen.“
Thomas Wirth, Fränkische Landeszeitung, 13. Juni 2026
„Immer wieder tauchen Canzone in dieser Inszenierung auf. Natürlich geht es zumeist um die Liebe: ob Pino Donaggios „Io che non vivo senza te“ oder Paolo Contes „Via con me (It‘s wonderful)“. Einer rahmt auch als Ensemblestück die Inszenierung ein: das „Mi sono innamorato di te“ des Cantautore Luigi Tenco. Achim Conrad gelingt damit natürlich auch, eine Art italienische Atmosphäre aufzubauen. […] Achim Conrad setzt in seiner Inszenierung immer wieder auf das Moment des Innehaltens. Dafür dienen auch die zahlreichen Gesangseinlagen. Er gibt dem Tragischen gern ausreichend Raum und auch den Momenten der Freude.“
Ralf Snurawa, Hohenloher Tagblatt, 13. Juni 2026
„Eine turbulente Handlung mit Witz und Humor und viel italienischer Musik schaffen beim zweiten großen Abendstück ‚Der Diener zweier Herren‘ auf der Bühne im Kreuzgang wunderbare Momente… ein beschwingter italienischer Abend.“
Peter Tippl, Woche im Blick, 19. Juni 2026
Mehr als 500 Seiten über die Kreuzgangspiele 2025
Der Pressespiegel zur 77. Spielzeit ist da
Am 17. August 2025 ist die 77. Saison der Kreuzgangspiele zu Ende gegangen – wie in den vergangenen Jahren auch mit einem Konzert der Reihe KunstKlang und einer Milonga auf dem Marktplatz. In den Monaten davor wurden fast 190 Vorstellungen auf den Bühnen der Kreuzgangspiele gespielt. So viel wie noch nie. Am Ende waren die meisten Vorstellungen von „Stolz und Vorurteil“ und „Sherlock Holmes – ein Skandal“ im Kreuzgang restlos ausverkauft, eine Resonanz, die sich auch in einer großartigen Gesamtzuschauerzahl zeigt: Insgesamt haben 52.406 Menschen die Veranstaltungen des Feuchtwanger Theaters besucht. Nach dem Rekord im Vorjahr ist dies das zweitbeste Ergebnis in der fast 80-jährigen Geschichte der Kreuzgangspiele.
So blicken die Kreuzgangspiele auf eine vielfältige, bunte und umfangreiche 77. Spielzeit, in der so viele Vorstellungen gespielt wurden wie noch nie, in der der Mut zu neuen Stücken und unbekannteren Stoffen belohnt worden ist, in der im Rahmen des Theaters besondere Begegnungen möglich waren und die erfüllt war von unzähligen magischen Theatermomenten.
Einen Überblick über die Berichterstattung zu den Kreuzgangspielen bietet immer der Pressespiegel, der jüngst im Oktober erschienen ist. In diesem Jahr ist er über 500 Seiten stark.
Die Stimmen der Presse
zu den Stücken der 77. Kreuzgangspiele 2025
„Meisterdetektiv Kalle Blomquist“, Regie: Konstantin Krisch
„… ein großartiger Sommer-Theater-Spaß“
Klaus Seeger, Radio 8, 12. Mai 2025
„Konstantin Krisch […] hat die Krimikomödie so inszeniert, dass man Schweden nicht nur sehen, sondern auch fühlen kann. […] Konstantin Krisch nimmt sich Zeit, die Geschichte zu entwickeln. Die Handlung, aufgepeppt und angerappt mit Musikeinlagen, die Michael Reffi komponiert hat, steuert er zielsicher zum turbulenten Showdown. Beim Finale sind dann alle im Kreuzgang obenauf.“
Thomas Wirth, Fränkische Landeszeitung, 12. Mai 2025
„Stolz und Vorurteil“, Regie: Johannes Kaetzler
„‚Stolz und Vorurteil‘ ist packend, heiter, aber eben auch tiefgründig. […] Das Stück spielt in England vor 200 Jahren. Eine Familie, fünf Töchter. Vereinfacht gesagt: Es geht um, wer heiratet wen. Doch die Geschichte greift viel tiefer. Etikette, Eifersüchteleien, Intrigen, arrangierte Heirat, herrschaftlicher Standesdünkel… Die Kreuzgangspiele inszenieren ‚Stolz und Vorurteil‘ als packenden Gefühlskrimi. […] Es ist eine extrem starke Ensembleleistung. Das Bühnenbild streichelt den Kreuzgang und die wunderschönen Kostüme verwöhnen die Augen und die mitreißende Geschichte fesselt von Anfang an. […] ‚Stolz und Vorurteil‘ im Feuchtwanger Kreuzgang ist klug inszeniert, heiter, ohne platt zu sein, tiefgründig, ohne zu erdrücken. Das Stück wirkt sehr lange nach und es ist derart vielschichtig, dass es sich lohnen wird, mehrmals reinzugehen. Da warten viele Überraschungen. Die Premiere von ‚Stolz und Vorurteil‘ – ein großer Abend in der Geschichte der Kreuzgangspiele.“
Klaus Seeger, Radio 8, 6. Juni 2025
„…ein großer Abend in der Geschichte der Kreuzgangspiele.“
„Johannes Kaetzler hat ‚Stolz und Vorurteil‘ mit altmeisterlicher Souveränität in eine feine Komödie verwandelt. [...]
Johannes Kaetzler, der Intendant der Kreuzgangspiele, hat den vielschichtigen Roman beherzt verknappt und alle Handlungsorte auf eine Terrasse samt Gartenzimmer reduziert. Das funktioniert auf mehreren Ebenen. […]
Kaetzlers ‚Stolz und Vorurteil‘ verbindet Liebeskomödie, Typenkomik, Gesellschaftskritik und psychologisch gearbeitete Charakterstudien. Ein Rührstück ist es auch, ja wirklich eines, weil es einen anrühren kann, wenn die Liebespaare endlich, endlich zueinanderkommen. […]
Michael Grötzsch ist ein Ideal-Darcy. Verschlossen, steif, eisig, taut die Liebe ihn langsam auf. Seine Züge werden weicher, die Sprache inniger. […]
Kirsten Schneider glückt ihr bislang reichstes Rollenporträt. Sie spielt Elizabeth mit energischem Selbstbehauptungswillen, Esprit und mit einem süffisanten Lächeln – das sieht man auch gern, wenn sie Jane Austen liest.“
Thomas Wirth, Fränkische Landeszeitung, 7. Juni 2025
„Pfarrerstochter Jane Austen bringt in ihrem berühmten Roman nicht nur Liebeswirren auf die Bühne, sondern entlarvt auch die Doppelmoral kirchlicher und gesellschaftlicher Autoritäten. Die Freilichtinszenierung im Klosterhof überzeugt mit kluger Kürzung, starker Musik – und einem wunderbar verlogenen Pastor Collins. […]
Der Intendant der Feuchtwanger Kreuzgangspiele Johannes Kaetzler hat aus dem Stoff ein mitreißendes Theaterstück gemacht, das auf der Freilichtbühne im Kreuzgang des ehemaligen Benediktinerklosters voll zur Geltung kommt. […]
Die rund zwei Stunden Aufführungsdauer vergehen angesichts der spannenden Dialoge trotz deren Wortlastigkeit wie im Flug. Man klebt den Schauspielerinnen und Schauspielern förmlich an den Lippen und fiebert regelrecht mit, wenn durch zu viel Stolz und zu viel Vorurteile wieder mal ein Chaos der Gefühle auf der Bühne ausbricht…“
Timo Lechner, Evangelisches Sonntagsblatt, 7. Juni 2025
https://www.sonntagsblatt.de/artikel/kultur/jane-austens-stolz-und-vorurteil-als-theaterstueck-im-kreuzgang-bissig-klug
„Johannes Kaetzlers Fassung von Jane Austens ‚Stolz und Vorurteil‘ bietet dem begeisterten Publikum bei den Kreuzgangspielen Feuchtwangen ein wundervolles Wechselbad der Gefühle.“
Ralf Snurawa, Hohenloher Tagblatt, 10. Juni 2025
„Sherlock Holmes – ein Skandal“, Regie: Lennart Matthiesen
„Das Stück ist eine echte Weltpremiere. Regisseur Lennart Matthiesen hat aus der Kurzgeschichte ‚Sherlock Holmes. Ein Skandal in Böhmen.‘ für die Kreuzgangspiele ein Abendfüllendes Theaterstück erarbeitet: spannend, heiter und mit klarer Linie. […]
Die Spielfreude packt das Publikum sofort. […] Dieser ‚Sherlock Holmes‘ bei den Kreuzgangspielen ist spannend, überraschend, urkomisch und das mit Tiefgang. Ein fulminantes Theaterfeuerwerk!“
Klaus Seeger, Radio 8, 13. Juni 2025
„Obacht: Nicht unterschätzen. Das zweite große Abendstück der Kreuzgang-Saison hat es in sich. ‚Sherlock Holmes – ein Skandal‘ ist ein grandioser Spaß geworden. Es geht mächtig rund. Die Krimikomödie ist witzig, ist albern, ist atemberaubend komisch. Nicht genug damit. Sie streift eine heikle Frage: Ab wann wäre denn ein Tyrannenmord okay?“
Thomas Wirth, Fränkische Landeszeitung, 14. Juni 2025
„Ein kluges Katz-und-Maus-Spiel auf der Freilichtbühne: Sherlock Holmes trifft auf Irene Adler – und unterschätzt sie gewaltig. Die Inszenierung in Feuchtwangen glänzt mit Witz, Tempo, Tiefgang und einem Hauch von Verliebtheit.“
Timo Lechner, Evangelisches Sonntagsblatt, 14. Juni 2025
https://www.sonntagsblatt.de/artikel/kultur/sherlock-holmes-trifft-irene-adler-raffinierte-freilichtinszenierung-feuchtwangen
„Kunstnebel quillt hinter den Rundbögen des Kreuzgangs hervor. Mario Schnitzler erscheint als Dr. Watson und stimmt Michael Reffis für diese Feuchtwanger Sherlock-Holmes-Produktion geschriebenen Song „Underestimated“ an, als sei er die männliche Antwort auf Shirley Bassey und John Barrys „Diamonds Are Forever“. Ansonsten spannt Reffi, der „Sherlock Holmes – ein Skandal“ musikalisch aufwändig von Anklängen an die Musik Hans Zimmers zu den Guy-Ritchie-Sherlock-Holmes-Verfilmungen bis zum Rap „Baker Street Back Alright“ ausgestattet hat und am Ende Verdis „Rigoletto“ klanglich zusammenbrechen lässt, stilistisch einen großen Bogen. […]
Nicht zu vergessen: Edina Hojas als Holmes‘ Haushälterin Mrs. Hudson. Sie liefert ein grandioses Solo mit ihrer Zusammenfassung von Verdis „Rigoletto“. Nicht nur dafür gab es begeisterten Szenenapplaus und am Ende stehend gespendeten Beifall vom Premierenpublikum.“
Ralf Snurawa, Hohenloher Tagblatt, 20. Juni 2025
„Lennart Matthiesen […] fordert dem Kreuzgang-Ensemble eine Menge Tempo ab: für den Londoner Kutschverkehr, für den hurtigen Umbau des chaotischen Bühnenbilds (Werner Brenner) vom Pferdestall bis zur Hochzeitskirche. […] Auch wenn das Stück in Londons Stadtteil St. John’s Wood spielt, begegnet man in der Aufführung allerhand Zitaten aus dem Wilden Westen oder der Pariser Oper. Schauspieler und Schauspielerinnen wie Jaes Gärtner als Dienstmädchen machen aus ihrer Nebenrolle Kabinettstückchen und verdienen sich Szenenapplaus. Aber den verdient sich das ganze Ensemble mit diesem atemberaubenden Kutschenrennen über den Kreuzgang und einer perfekten Pantomime-Schau, die allein schon die fast zwei Stunden im Kreuzgang wert ist.
Uwe Mitsching, Bayerische Staatszeitung, 18. Juli 2025
„Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“, Regie: Meike Pintaske und Mario Schnitzler
„Das war eine Uraufführung nach Maß: Sonne, gute Laune beim kleinen und großen Publikum sowie zwei munter aufspielende Schauspielerinnen, die die Hauptfiguren der Geschichte […] liebenswert zum Leben erweckten. […] Ein Theaterstündchen, das nicht nur das junge Publikum begeistert.“
Elke Walter, Fränkische Landeszeitung, 21. Juni 2025
„Das Lächeln tragen nach der Vorstellung alle im Gesicht: Klein und Große. Diese Inszenierung verzaubert und geht tief ins Herz. […] ‚Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?‘ bei den Kreuzgangspielen Feuchtwangen. Wellness für die Seele. Hält lang an. Garantiert!“
Klaus Seeger, Radio 8, 23. Juni 2025
„Rahel“, Regie und Spiel: Anette Daugardt und Uwe Neumann
„Herausgekommen ist ein äußerst kurzweiliger Theaterabend: „Rahel“ – vergöttert und geliebt, und doch von damaligen Größen ihrer Zeit aufgrund ihres jüdischen Glaubens zugleich angefeindet. Faszinierend an diesem Abend ist, dass eine für die meisten zunächst völlig unbekannte Person Konturen annimmt: Was wäre, wenn Rahel plötzlich vor einem stehen würde? […] Das Bedürfnis, diese Rahel Varnhagen näher kennen lernen zu wollen, bestärkt dieser Abend. Überraschend, fesselnd, intensiv… und: extrem aktuell. […] Ein Stück, das bewegt. Es lohnt sich.“
Klaus Seeger, Radio 8, 27. Juni 2025
„Sie [Rahel] galt nicht nur als geistreich, sondern auch als schlagfertig, humorvoll, eigenständig, was damals für eine Frau eher ungewöhnlich war. […] Das Stück von Neumann und Daugardt stürzt sich auf die Briefe der Rahel Varnhagen. In einer dichten Inszenierung mit großem Textvolumen blättern sie die Geschichte dieser schillernden Persönlichkeit auf.
Dieser Figur, die so überraschend modern wirkt, nur anhand“
Martina Kramer, Fränkische Landeszeitung, 28. Juli 2025
„Julia und Romeo“, Regie: Johannes Kaetzler
„Absolut packend inszeniert. Die Jugendlichen im Publikum, die waren von der ersten Minute an voll dabei. Der Beifall für die acht jungen Schauspielenden war groß. […] 60 Minuten intensives Theater mit großem Erlebnisfaktor. […] „Julia und Romeo“ bei den Kreuzgangspielen Feuchtwangen ist frisch, kurzweilig und mit Wow-Effekt. Tolles Theater, sehr zu empfehlen, nicht nur für junge Leute.“
Klaus Seeger, Radio 8, 11. Juli 2025
„… sehr sehenswert. Schlüssig, klar, poetisch und hochdramatisch ist die Inszenierung geworden. […] Die große Liebesszene von Julia und Romeo zum Beispiel kann man sich nicht schöner in den Farben des Regenbogens ausmalen. Sie steht in vierfacher Gestalt vor einem. Vier Paare, gleichzeitig im Glück versunken. Romeo und Julia – eine Spektralanalyse der Liebe. Der Dreh- und Angelpunkt von Kaetzlers Regiekonzept ist, dass er die Besetzung rotieren lässt. […] Da Julia und Romeo nicht auf zwei Personen festgelegt sind, passiert – beim mitdenkenden Zuschauer – etwas sehr Reizvolles: Die Stimmungen der Figuren, ihre Gefühle, ihre Schwärmerei, ihre Seligkeit, ihre Verzweiflung lösen sich von den Körpern der Spielenden und bilden ein Paar, das in der Imagination präsent ist – und dadurch verblüffend intensiv wirkt. Wenn am Ende der sterbende Romeo in seiner allerletzten Sekunde sieht, dass Julia doch lebt, ist das ein Moment, der ins Herz schneidet.“
Thomas Wirth, Fränkische Landeszeitung, 12. Juli 2025
Pressespiegel 2024
Die 76. Spielzeit der Kreuzgangspiele in den Medien
Mit einem fulminanten Erfolg endete die 76. Spielzeit der Kreuzgangspiele am 11. August 2024: Mehr als 54.000 Menschen haben die insgesamt 170 Vorstellungen des Feuchtwanger Theaters besucht im vergangenen Sommer besucht. Das sind so viele Zuschauerinnen und Zuschauer wie noch nie in der Geschichte der Kreuzgangspiele. Lediglich in den Jahren 2003 und 2019 wurde die 50.000er-Marke knapp überschritten Ein einzigartiger Erfolg, denn gerade das Wetter hatte es dem Freilichttheater in den ersten Wochen schwergemacht.
Besonders beliebt war der Krimi-Klassiker „Mord im Orientexpress“, den insgesamt 12.060 Zuschauerinnen und Zuschauer gesehen haben. Doch auch das Interesse an Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ mit Maike Bollow in der Hauptrolle war groß. Insgesamt haben 10.371 Menschen die tragische Komödie im Kreuzgang gesehen. Ebenfalls einen Rekord haben die Kreuzgangspiele im Bereich Kinder- und Jugendtheater zu verzeichnen. Noch nie haben so viele junge Menschen die Festspiele besucht. Zu „Ronja Räubertochter“ im Kreuzgang kamen insgesamt 22.087 Menschen. Im Nixel-Garten haben 3.611 Menschen den „Regenbogenfisch“ und 1.296 Menschen das Projekt „#Faust/Zwei Seelen“ gesehen. Insgesamt freuen sich die Festspiele so über fast 27.000 junge Besucherinnen und Besucher.
Eine Zusammenfassung der wesentlichen Stationen der Spielzeit bietet immer der Pressespiegel, in dem die allermeisten Stimmen aus den Medien versammelt sind. Die Ausgabe zur Spielzeit 2024 ist im Dezember erschienen und kann hier gelesen und heruntergeladen werden.
Pressespiegel 2023
Alle Pressestimmen zur Jubiläumsspielzeit
Am 13. August endete die 75. Spielzeit der Kreuzgangspiele mit einem großen Theaterspektakel auf dem Marktplatz: „Das neue Welttheater“ war ein Fest des Theaters und ein mehr als würdiger Abschluss für eine erfolgreiche Jubiläumssaison.
Insgesamt 49.505 Menschen haben in der 75. Spielzeit 158 Vorstellungen des Feuchtwanger Theaters besucht – nur in den Jahren 2003, 2013 und 2019 wurden seit dem Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1989 etwas höhere Zahlen erreicht, nur zwei Mal insgesamt wurde seitdem die Marke der 50.000 Zuschauer*innen überschritten. Das Ergebnis kann so, besonders in Anbetracht der gerade überstandenen Pandemiejahre, als wahrer und großartiger Erfolg bezeichnet werden.
Rekordergebnis für das Kinder- und Jugendtheater
Ein wirklicher Rekord sind die Zahlen im Kinder- und Jugendtheater: Noch nie war das Feuchtwanger Kindertheater so erfolgreich wie in diesem Jahr. Allein zum „Dschungelbuch“ kamen in insgesamt 49 Vorstellungen 22.903 Menschen. Den „Kleinen Häwelmann“ im Nixel-Garten haben weitere 2.100 kleine und große Zuschauer*innen gesehen. Gemeinsam mit dem Jugendtheater erreicht diese Sparte ein Rekordergebnis von insgesamt 26.534 Besucher*innen.
Eine Zusammenfassung der Jubiläumsspielzeit 2023 bietet der Pressespiegel.
Pressespiegel 2022 verfügbar
Die Kreuzgangspiele im Spiegel der Presse
Von einer „normalen“ Spielzeit wie in vorpandemischen Zeiten könnte zwar noch nicht die Rede sein, dennoch fiel die Bilanz der Kreuzgangspiele für den Sommer 2022 durchweg sehr positiv aus: Insgesamt wurden auf allen Bühnen 174 Vorstellungen gespielt, die am Ende 42.581 Menschen besucht haben. Das ist ein großartiges Ergebnis!
Wirklich herausragend sensationell ist das Ergebnis im Kindertheater, das so viele kleine und große Zuschauer*innen anlockte, wie noch nie. Allein „Pippi Langstrumpf“ wurde von insgesamt 19.837 Menschen gesehen und die Stücke für die Kleinsten im Nixel-Garten – „Frederick“ und „Das Spiel vom dicken, fetten Pfannekuchen“ – von insgesamt 3.175 Zuschauer*innnen. Das Kindertheater der Kreuzgangspiele war damit so erfolgreich wie seit 10 Jahren nicht mehr – sogar im Vergleich zu vorpandemischen Jahren. Ein Riesenerfolg, auf den die Feuchtwanger Festspiele sehr stolz sind, denn das Theater für Kinder und Familien liegt den Theatermacher*innen besonders am Herzen.
Eine Zusammenfassung der wesentlichen Stationen der Spielzeit bietet immer der Pressespiegel, in dem die allermeisten Stimmen aus den Medien versammelt sind. Die Ausgabe zur Spielzeit 2022 ist erschienen und kann hier gelesen und heruntergeladen werden.