Andreas Wobig

Der 1956 in Berlin geborene Andreas Wobig war ab 1980 zunächst in Berlins freier Theaterszene aktiv. Ab 1989 gastierte er dann an den staatlichen Bühnen Berlin, wo er mit Regisseuren wie George Tabori, Thomas Brasch, Thomas Langhoff und anderen arbeitete. Zugleich spielte er in Film- und Fernsehproduktionen mit. Von 1996 bis 2003 war Andreas Wobig Ensemblemitglied am Theater Heilbronn, wo er zum Beispiel Molières Geizigen und Tartüff spielte, den Hauptmann von Köpenick und George in „Von Mäusen und Menschen“. Drei Mal erhielt er dort einen Preis für herausragende Leistungen. Es folgten zwei Jahre in Wilhelmshaven, wo er etwa den Nathan in „Nathan der Weise“ und Phillipp II in „Don Carlos“ verkörperte.

Zwischen 2006 und 2011 gastierte er an Bühnen zwischen Hamburg und Wien, spielte Büchners Danton oder den Kurfürsten in „Der Prinz von Homburg“. 2007 bis 2011 war Andreas Wobig bereits regelmäßig bei den Kreuzgangspielen zu sehen, bevor er 2012 für ein festes Engagement an das Theater in Innsbruck ging. Hier spielte er mit viel Erfolg beispielsweise die Rollen des Prospero in Shakespeares „Der Sturm“, des Azdak in Brechts „Kreidekreis“ sowie des Faust und Mephisto in Goethes „Faust I“. Andreas Wobig ist außerdem Sprecher für bekannte Hörspielserien wie „Perry Rhodan“, für Dokumentationen und für Computerspiele.

Seit 2019 gastiert er wieder, zuletzt bis Januar 2020 am Hessischen Staatstheater, Wiesbaden, sowie von Januar bis April 2020 am Tiroler Landestheater in Innsbruck. An der Innsbrucker Schule für Schauspiel war er bis 2018 zudem als Lehrer für szenische Arbeit tätig.

Bei den Kreuzgangspielen war er 2019 in „Die Geierwally“ und 2020 in „Passionen“ zu erleben. 2021 schlüpfte er unter der Regie von Johannes Kaetzler in die Rolle des Grafen Dracula in dem gleichnamigen Stück.

2022 wird er als Fabrikant Wilhelm Gisecke im Singspiel „Im weißen Rössl“ auf der Bühne des Kreuzgangs zu sehen sein sowie in „Kabale und Liebe“ als Präsident von Walter.