Kreuzgangspiele
Feuchtwangen
Sommer 2020

Herzlich Willkommen!

/// Bram Stoker

Dracula

Wer kennt nicht die mythische Figur des Grafen Dracula, den irrenden Untoten, den schrecklichen Blutsauger und Verderber von allen, die Opfer seiner schrecklichen Zähne werden? Wie eine Heimsuchung aus ferner Zeit bricht...

/// William Shakespeare

Ende gut, alles gut

Helena liebt Bertram und will ihn um jeden Preis heiraten. Das ist nicht einfach – und der Weg dahin ist steinig. Bertram lässt nichts unversucht, den Fängen Helenas zu entkommen. Dafür ist ihm jedes Mittel recht – und sei es noch so zweifelhaft...

/// Paul Maar

Das Sams - Eine Woche voller Samstage

Was ist ein Sams? Warum bleibt das Sams bei Herrn Taschenbier? Warum regt sich Frau Rotkohl so auf? Und was ist denn los mit Herrn Oberstein? Kann das Sams wirklich...

/// Leo Lionni

Frederick

Die Maus Frederick lebt mit ihrer Familie zwischen den Steinen einer alten Mauer. Um Vorräte für den Winter zu sammeln, arbeiten die kleinen Mäuse hart, Tag und Nacht. Alle – bis auf Frederick, der lieber träumt...

/// Friedrich Schiller

Die Räuber

Zwei von ihrem Vater ungleich behandelte Brüder entwerfen ihre Existenz zwischen Freiheitsliebe und Zwanghaftigkeit. Das zentrale Drama des ‚Sturm und Drang‘, mit heißem Herzen und...

Kreuzgangspiele extra

Neben den Stücken bieten die Kreuzgangspiele eine ganze Reihe weiterer Veranstaltungen, die zum Teil inzwischen Kultstatus genießen.

Kreuzgangspiele klassik

In Kooperation mit der Konzertreihe KunstKlang unter künstlerischer Leitung von Christiane Karg entwickeln die Kreuzgangspiele immer wieder einzigartige Konzerterlebnisse.

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Sensationelles Ergebnis für die Kreuzgangspiele 2019

Am 18. August fanden die Festspiele mit dem „Großen Spiel“ auf dem Marktplatz ein fulminantes Ende. Zu erleben war ein Theaterspektakel der Extraklasse mit Großprojektionen, atmosphärischen Sounds, mit Feuerwerk und einer Zeitreise in die Zeit des 30-jährigen Krieges. Die Kreuzgangspiele widmeten sich mit diesem einzigartigen Projekt dem großen Stadtjubiläum „1200 Jahre Feuchtwangen“ – eine von mehreren Veranstaltungen, die sich mit der Stadt und ihrer Geschichte auseinandergesetzt haben.

Auf der großen Kreuzgang-Bühne wurden in diesem Sommer zwei sehr unterschiedliche Abendproduktionen gezeigt. Folgten wir in der „Geierwally“ in insgesamt 35 Vorstellungen dem Schicksal einer jungen Frau, die gegen alle Konventionen ihren eigenen Weg geht, suchten wir in den 30 Vorstellungen der Kriminalkomödie „Acht Frauen“ ereignisreich und musikalisch den Mörder bzw. die Mörderin des einzigen Mannes im Haus. „Die Geierwally“ haben 14.779 Zuschauerinnen und Zuschauer gesehen; für „Acht Frauen“ kamen insgesamt 11.311 Zuschauerinnen und Zuschauer in die Festspiele. Einen besonderen Erfolg können wir für das Familienstück „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ verzeichnen, das von insgesamt 17.734 kleinen und großen Theaterbesuchern gesehen wurde. Auch im neu umgebauten Nixel-Garten konnte in der Spielzeit 2019 wieder Theater gespielt werden. Zwar sind die Außenanlagen noch nicht fertiggestellt, die Außenbühne sowie die Scheune standen den Festspielen jedoch bereits zur Verfügung. Dort war in 26 Vorstellungen für insgesamt 2.171 Theaterbesucherinnen und –besucher ab 3 Jahren die Geschichte „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ zu sehen. Für das jugendliche Publikum zeigten die Kreuzgangspiele in 14 Vorstellungen eine moderne Adaption des Klassikers „Kleider machen Leute“; hierfür wurden 1.107 Zuschauerinnen und Zuschauer gezählt. Die Reihe Kreuzgangspiele extra beinhaltete 9 Veranstaltungen von den „Feuchtwanger Miniaturen“ bis hin zum „Großen Spiel“. Insgesamt 2.923 Menschen besuchten die Vorstellungen dieser Reihe. Zum Kooperationskonzert mit der Reihe KunstKlang unter dem Titel „Göttliche Musik“ kamen 492 Zuschauerinnen und Zuschauer.
Demnach blicken wir höchst zufrieden auf eine Spielzeit mit 160 Vorstellungen und einer Besucherzahl von insgesamt 50.025 Menschen, die nach Feuchtwangen zu den Festspielen gekommen sind: ein Rekordergebnis!

 

Kleine Pause für die Kultur

Kulturbüro vom 19. August bis 13. September geschlossen

Die diesjährige Festspielsaison der Kreuzgangspiele war vielfältig, aufregend und sehr erfolgreich. Der Räuber Hotzenplotz wurde zur Freude der kleinen und großen Zuschauerinnen und Zuschauer fast zum Mond geschossen. In der Geierwally kämpfte die gleichnamige Titelfigur mitreißend und beeindruckend um Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Und im Haus der „Acht Frauen“ wurde ereignisreich und musikalisch nach einer Mörderin gesucht.

Nach den Kreuzgangspielen macht die Kultur in Feuchtwangen eine kurze Pause: Das Kulturbüro ist deshalb vom 19. August bis zum 13. September 2019 geschlossen. Natürlich nur, um danach umso frischer für Ihre Anliegen da zu sein.

Prospekte und Programme zum Herbst-Winter-Kulturprogramm und für KunstKlang sind in dieser Zeit in der Tourist Information, im Rathaus, in der Stadtbücherei, in der Sparkasse und im Buchhaus Sommer erhältlich. Das neue Prospekt der Kreuzgangspiele für die Spielzeit 2020 gibt es ab Oktober. Kartenreservierungen für die Veranstaltungen der Reihe Kreuzgangspiele sind während der Sommerpause per Fax: 09852 – 904 260 und per E-Mail: kulturamt@feuchtwangen.de möglich. Karten können zudem auf www.reservix.de und in allen Reservix-Vorverkaufsstellen gekauft werden, beispielsweise in Ansbach im Amt für Kultur und Touristik sowie bei der Fränkischen Landeszeitung.

Ab Montag, den 16. September 2019 ist das Kulturbüro wieder zu den gewohnten Herbst-Winter-Öffnungszeiten für Sie da:

montags – freitags                     9.00 – 12.30 Uhr

montags – mittwochs              14.00 – 16.00 Uhr

donnerstags                            14.00 – 18.00 Uhr

Wir freuen uns schon auf den Kultur-Herbst und auf Sie!

Ein verführerischer Vampir und ein gutes Ende

Die neuen Stücke 2020

Obwohl die Kreuzgangspiele sich noch inmitten ihrer Sommerspielzeit 2019 befinden, hat Intendant Johannes Kaetzler in der jüngsten Sitzung des Feuchtwanger Stadtrats am 17. Juli die Stücke der Spielzeit 2020 vorgestellt: Intendant Kaetzler inszeniert 2020 „Dracula“ des irischen Autors Bram Stoker: spannend, düster, verführerisch. Mit der zweiten großen Produktion im Kreuzgang widmen sich die Festspiele wieder William Shakespeare. Hartmut Uhlemann wird die Regie für die Shakespeare-Komödie „Ende gut, alles gut“ übernehmen, worin eine junge Frau es mit Mut, List und Charme schafft, den Mann ihres Herzens für sich zu gewinnen.
Für Kinder und Familien wird das Sams, jene einzigartig-witzige Fantasiegestalt Paul Maars, in „Das Sams – eine Woche voller Samstage“ die Bühne beleben und sicher bei Kindern wie Erwachsenen für großen Theaterspaß sorgen. Die Regie übernimmt Lennart Matthiesen. Im ersten Jahr nach dem Umbau im Nixel-Garten starten wir bereits im Mai mit einem Stück, das im Bereich Kinderbuch seit Jahrzehnten ein wahrer Klassiker ist: „Frederick“ von Leo Lionni. Zudem wird Friedrich Schillers „Die Räuber“ zu erleben sein - aufregend und neu und nicht nur für Jugendliche. Intendant Johannes Kaetzler wird das Drama inszenieren.

Der Vorverkauf für die Saison 2020 beginnt am 24. Oktober 2019.

Ein "Großes Spiel" für die Stadt

Theaterspektakel am 18. August 2019, 21 Uhr, Marktplatz

In diesem Jahr begeht die Stadt Feuchtwangen die erste Erwähnung des Benediktinerklosters vor 1200 Jahren, das Ursprung und Kern der heutigen Innenstadt ist und das zugleich seit über 70 Jahren ein herausragendes Kulturereignis beherbergt: die Kreuzgangspiele. Auch am Beginn der traditionellen Festspiele stand ein Blick in die Vergangenheit, hatte Gründungsintendant Otto Kindler seinerzeit ein Theaterstück verfasst, das in den letzten Tagen des 30jährigen Krieges spielt. Das Stück von Otto Kindler mit dem Titel „Die Glocken von 1648“ eröffnete damals jedoch nicht die Kreuzgangspiele, sondern Goethes „Faust I“. Zur Inspirationsquelle für viele Theatermacherinnen und Theatermacher wurde es dennoch, auch für Regisseur Alexander Ourth, der das „Große Spiel“ am 18. August 2018 inszeniert.

Wichtig ist Ourth, die heutige Sicht auf die Dinge der Vergangenheit. Entstanden ist ein Stück, ein wahrlich großes Spiel für Feuchtwangen, das die Stadt in den Mittelpunkt stellt, sie zum Beispiel macht, und das die Geschichte im Großen auf die Verhältnisse im Kleinen herunterbricht und damit das unmittelbare Lebensgefühl der Menschen dieser Zeit erfahrbar macht. Neben der Stadt Feuchtwangen als personifizierter Frau, dargestellt von den Schauspielerinnen Linda Prinz, Doris Otto, Gabriele Fischer, Sina Schulz und Lisa Ahorn, treten der Krieg, die Pest oder ein Feldherr als Allegorien auf. Daneben gibt es Szenen am Wiener Hof und Erzählertexte, die den Ablauf der Ereignisse skizzieren, so dass das Publikum ohne geschichtliche Vorkenntnisse folgen kann. Regisseur Alexander Ourth spricht, wenn er vom „Großen Spiel“ erzählt, von einer „offenen Form“, die sowohl das szenische Spiel, als auch den kritischen und teilweise satirischen Blick auf die Ereignisse möglich macht.
Ourth ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des multimedialen Theaters. Mit seiner „Argula“ hat er das 2017 bereits unter Beweis gestellt. Auch beim „Großen Spiel“ wird es wieder große Projektionen geben: aus den Fenstern des Kulturbüros direkt auf die Fassade des Gasthauses „Goldene Krone“. Vor und in diesem entwickelt sich dann das Geschehen, treten Figuren auf, schauen aus den Fenstern, verschwinden wieder. Die Projektionen versteht Ourth eher assoziativ und symbolhaft, ähnlich wie Lyrik. Die atmosphärischen Klangteppiche dazu stammen von Michael Reffi. Insgesamt 15 Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem Kreuzgang-Ensemble gestalten den Abend, die meisten in mehreren Rollen als Feldherren, Soldaten, Volk, Kranke, Geschundene und historische Persönlichkeiten, darunter Ulrich Westermann als Ferdinand II, Mario Schnitzler als Wallenstein, Konstantin Krisch als Gustav Adolf und Wolfgang Beigel als Erzähler.
Das „Große Spiel“ ist Show und Spektakel mit Wrestling-Szenen und pyrotechnischen Effekten, mit großen Theatergesten und atmosphärischem Soundtrack. Zugleich stellt es ausgehend von der Geschichte des 30jährigen Krieges philosophische Fragen, die hochaktuell sind: Was ist Krieg? Und ist eine Menschheit ohne Krieg möglich? Und es wirft den Blick auf ein vereintes Europa, das es geschafft hat inzwischen über 70 Jahre Frieden zu erhalten.

Karten für 10 Euro gibt es im Kulturbüro unter 09852 904 44, an der Abendkasse und online hier.

Fotos und Multi-Media-Art: Alexander Ourth
Intendant

Johannes Kaetzler

Johannes Kaetzler ist seit August 2008 Intendant der Kreuzgangspiele. Nach dem Studium der Theater- und Kommunikationswissenschaften und einer Schauspielausbildung in München war der gebürtige Stuttgarter vier Jahre als Regieassistent für Ingmar Bergman tätig. Seit 1980 führt er Regie, u. a. am Residenztheater München, den Bad Hersfelder Festspielen, den Wuppertaler Bühnen, dem Freien Werkstatt Theater in Köln und Kampnagel in Hamburg. Er war zudem insgesamt über zehn Jahre als leitender Regisseur an der Landesbühne Wilhelmshaven, am Stadttheater Gießen und am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg engagiert. Seine Regiearbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen. Seit 2009 ist er auch Dozent an der Freien Schauspielschule Hamburg. Er lebt mit seiner Frau Nina und den Kindern David und Anna in Hamburg und Feuchtwangen.