Kreuzgangspiele
Feuchtwangen
Sommer 2019

Herzlich Willkommen!

/// Wilhelmine von Hillern

Die Geierwally

Als Kind hat Walburga Strominger auf Geheiß ihres Vaters bei Lebensgefahr das Nest eines Lämmergeiers an einer Gebirgssteilwand ausgenommen und dabei ein Küken gerettet. Sie zieht das Tier auf und wird forthin die Geierwally genannt...

/// Robert Thomas

Acht Frauen

Auf einem fernab liegenden Landgut wird eines Morgens der wohlhabende Herr des Hauses ermordet in seinem Arbeitszimmer aufgefunden. Acht Frauen hatten in den letzten Stunden vor dem Mord Kontakt mit diesem Mann. Jede wird des Mordes verdächtigt...

/// Otfried Preußler

Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete

Es ist nicht zu fassen – der Räuber Hotzenplotz ist schon wieder aus dem Spritzenhaus ausgebrochen. Kasperl und Seppel behalten einen kühlen Kopf und beschließen, den Räuber so schnell wie möglich wieder einzufangen...

/// Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch

Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf dem Kopf gemacht hat

Als der Maulwurf aus seinem Maulwurfshügel schaut, landet plötzlich eine braune Wurst auf seinem Kopf. Empört ruft er: „Gemeinheit! Wer hat mir auf den Kopf gemacht?“ Sofort macht er sich auf die Suche nach dem Übeltäter...

/// Gottfried Keller

Kleider machen Leute

Es wird die Geschichte eines jungen Mannes erzählt, der nur seiner Kleidung wegen in die höchsten Kreise einer kleinen Stadt aufsteigt. Als die Täuschung auffliegt, zeigt eine junge Frau, was wirklich wichtig ist...

Kreuzgangspiele extra

Neben den Stücken bieten die Kreuzgangspiele eine ganze Reihe weiterer Veranstaltungen, die zum Teil inzwischen Kultstatus genießen.

Kreuzgangspiele klassik

In Kooperation mit der Konzertreihe KunstKlang unter künstlerischer Leitung von Christiane Karg entwickeln die Kreuzgangspiele immer wieder einzigartige Konzerterlebnisse.

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Ein "Großes Spiel" für die Stadt

Theaterspektakel am 18. August 2019, 21 Uhr, Marktplatz

In diesem Jahr begeht die Stadt Feuchtwangen die erste Erwähnung des Benediktinerklosters vor 1200 Jahren, das Ursprung und Kern der heutigen Innenstadt ist und das zugleich seit über 70 Jahren ein herausragendes Kulturereignis beherbergt: die Kreuzgangspiele. Auch am Beginn der traditionellen Festspiele stand ein Blick in die Vergangenheit, hatte Gründungsintendant Otto Kindler seinerzeit ein Theaterstück verfasst, das in den letzten Tagen des 30jährigen Krieges spielt. Das Stück von Otto Kindler mit dem Titel „Die Glocken von 1648“ eröffnete damals jedoch nicht die Kreuzgangspiele, sondern Goethes „Faust I“. Zur Inspirationsquelle für viele Theatermacherinnen und Theatermacher wurde es dennoch, auch für Regisseur Alexander Ourth, der das „Große Spiel“ am 18. August 2018 inszeniert.

Wichtig ist Ourth, die heutige Sicht auf die Dinge der Vergangenheit. Entstanden ist ein Stück, ein wahrlich großes Spiel für Feuchtwangen, das die Stadt in den Mittelpunkt stellt, sie zum Beispiel macht, und das die Geschichte im Großen auf die Verhältnisse im Kleinen herunterbricht und damit das unmittelbare Lebensgefühl der Menschen dieser Zeit erfahrbar macht. Neben der Stadt Feuchtwangen als personifizierter Frau, dargestellt von den Schauspielerinnen Linda Prinz, Doris Otto, Gabriele Fischer, Sina Schulz und Lisa Ahorn, treten der Krieg, die Pest oder ein Feldherr als Allegorien auf. Daneben gibt es Szenen am Wiener Hof und Erzählertexte, die den Ablauf der Ereignisse skizzieren, so dass das Publikum ohne geschichtliche Vorkenntnisse folgen kann. Regisseur Alexander Ourth spricht, wenn er vom „Großen Spiel“ erzählt, von einer „offenen Form“, die sowohl das szenische Spiel, als auch den kritischen und teilweise satirischen Blick auf die Ereignisse möglich macht.
Ourth ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des multimedialen Theaters. Mit seiner „Argula“ hat er das 2017 bereits unter Beweis gestellt. Auch beim „Großen Spiel“ wird es wieder große Projektionen geben: aus den Fenstern des Kulturbüros direkt auf die Fassade des Gasthauses „Goldene Krone“. Vor und in diesem entwickelt sich dann das Geschehen, treten Figuren auf, schauen aus den Fenstern, verschwinden wieder. Die Projektionen versteht Ourth eher assoziativ und symbolhaft, ähnlich wie Lyrik. Die atmosphärischen Klangteppiche dazu stammen von Michael Reffi. Insgesamt 15 Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem Kreuzgang-Ensemble gestalten den Abend, die meisten in mehreren Rollen als Feldherren, Soldaten, Volk, Kranke, Geschundene und historische Persönlichkeiten, darunter Ulrich Westermann als Ferdinand II, Mario Schnitzler als Wallenstein, Konstantin Krisch als Gustav Adolf und Wolfgang Beigel als Erzähler.
Das „Große Spiel“ ist Show und Spektakel mit Wrestling-Szenen und pyrotechnischen Effekten, mit großen Theatergesten und atmosphärischem Soundtrack. Zugleich stellt es ausgehend von der Geschichte des 30jährigen Krieges philosophische Fragen, die hochaktuell sind: Was ist Krieg? Und ist eine Menschheit ohne Krieg möglich? Und es wirft den Blick auf ein vereintes Europa, das es geschafft hat inzwischen über 70 Jahre Frieden zu erhalten.

Karten für 10 Euro gibt es im Kulturbüro unter 09852 904 44, an der Abendkasse und online hier.

Fotos und Multi-Media-Art: Alexander Ourth

Ein verführerischer Vampir und ein gutes Ende

Die neuen Stücke 2020

Obwohl die Kreuzgangspiele sich noch inmitten ihrer Sommerspielzeit 2019 befinden, hat Intendant Johannes Kaetzler in der jüngsten Sitzung des Feuchtwanger Stadtrats am 17. Juli die Stücke der Spielzeit 2020 vorgestellt: Intendant Kaetzler inszeniert 2020 „Dracula“ des irischen Autors Bram Stoker: spannend, düster, verführerisch. Mit der zweiten großen Produktion im Kreuzgang widmen sich die Festspiele wieder William Shakespeare. Hartmut Uhlemann wird die Regie für die Shakespeare-Komödie „Ende gut, alles gut“ übernehmen, worin eine junge Frau es mit Mut, List und Charme schafft, den Mann ihres Herzens für sich zu gewinnen.
Für Kinder und Familien wird das Sams, jene einzigartig-witzige Fantasiegestalt Paul Maars, in „Das Sams – eine Woche voller Samstage“ die Bühne beleben und sicher bei Kindern wie Erwachsenen für großen Theaterspaß sorgen. Die Regie übernimmt Lennart Matthiesen. Im ersten Jahr nach dem Umbau im Nixel-Garten starten wir bereits im Mai mit einem Stück, das im Bereich Kinderbuch seit Jahrzehnten ein wahrer Klassiker ist: „Frederick“ von Leo Lionni. Zudem wird Friedrich Schillers „Die Räuber“ zu erleben sein - aufregend und neu und nicht nur für Jugendliche. Intendant Johannes Kaetzler wird das Drama inszenieren.

Der Vorverkauf für die Saison 2020 beginnt am 24. Oktober 2019.

Intendant

Johannes Kaetzler

Johannes Kaetzler ist seit August 2008 Intendant der Kreuzgangspiele. Nach dem Studium der Theater- und Kommunikationswissenschaften und einer Schauspielausbildung in München war der gebürtige Stuttgarter vier Jahre als Regieassistent für Ingmar Bergman tätig. Seit 1980 führt er Regie, u. a. am Residenztheater München, den Bad Hersfelder Festspielen, den Wuppertaler Bühnen, dem Freien Werkstatt Theater in Köln und Kampnagel in Hamburg. Er war zudem insgesamt über zehn Jahre als leitender Regisseur an der Landesbühne Wilhelmshaven, am Stadttheater Gießen und am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg engagiert. Seine Regiearbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen. Seit 2009 ist er auch Dozent an der Freien Schauspielschule Hamburg. Er lebt mit seiner Frau Nina und den Kindern David und Anna in Hamburg und Feuchtwangen.